Bolikas

So wie die Munas, zäh­len auch die Boli­kas zu den Trol­lie­den. Im Unter­schied zu ihren hünen­haf­ten Vet­tern, sind Boli­kas eher Klein­wüch­sig von Gestalt, was sie noch mehr wie „Trolle“ oder „Gnome“ erschei­nen lässt. Allen Trol­lie­den gemein ist hin­ge­gen ihre rela­tive Wehr­lo­sig­keit. Wäh­rend die Munas in der „Hei­li­gen Sym­biose von Core­lian“ Schutz und Hei­mat fan­den, muss­ten die Boli­kas seit jeher allein mit der Grau­sam­keit des Uni­ver­sums zurecht­kom­men. Heut­zu­tage sind sie haupt­säch­lich im unwirt­li­chen McGregor-Land anzu­tref­fen, wo ihnen die Auf­sicht über die neu­tra­len Tausch­plätze obliegt. Boli­kas sind keine gro­ßen Krie­ger. Das Kämp­fen über­las­sen auch sie lie­bend gern ande­ren, ver­su­chen zugleich aber aus jedem Kon­flikt Kapi­tal zu schla­gen. Schließ­lich sind diese Krea­tu­ren in ers­ter Linie Kauf­leute, die buch­stäb­lich mit allem han­deln – aus­ge­nom­men Lebe­we­sen! Ihre gesell­schaft­li­che Stel­lung im McGregor-Land muss­ten sich die Boli­kas schwer und teuer erkämp­fen, wes­halb sie sich jetzt von nie­man­dem mehr bevor­mun­den las­sen! Ihr Cha­rak­ter gilt als hals­star­rig, äußerst wider­stands­fä­hig, ego­is­tisch und über alle Maßen ver­schla­gen – oder wie Stein­bach es ein­mal tref­fend auf den Punkt brachte: „Diese Bies­ter sind klein aber gemein!“

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Tamarin

Die Geschichte der Tama­rin begann mit Sar­gan, dem Groß­va­ter der jet­zi­gen Tamarin-Kaiserin Sabine, den die His­to­ri­ker der Alli­anz spä­ter wegen sei­ner Taten Den Gro­ßen nen­nen soll­ten. Aus sei­ner Ehe mit Petro­nella von Gon­dal gin­gen ins­ge­samt drei Söhne her­vor: Rios, Satyr und Jerum. Eines Tages mach­ten die drei Prin­zen zusam­men mit ihrem Jugend­freund, Dulong von Wodina, einen Abste­cher ins Tamarin-System. Dort kam es zu dem, was der Nach­welt als Illu­mi­na­tion über­lie­fert ist. Was exakt hin­ter die­sem kos­mi­schen Phä­no­men steckte, ist bis heute rät­sel­haft geblie­ben. Für nahezu zehn Sekun­den stand die Zeit still, öff­nete sich ohne erkenn­bare Ursa­che ein Spalt im Raum-Zeit-Kontinuum. Dadurch waren die Per­so­nen auf dem Pla­ne­ten unbe­kann­ter Strah­lung aus­ge­setzt. Sinn­bild­lich gespro­chen, wur­den sie in die­sem Moment quasi vom Fin­ger Got­tes berührt. Anschlie­ßend wie­sen alle blei­che Haut­farbe und schnee­wei­ßes Haar auf. Trotz inten­sivs­ter Bemü­hun­gen konn­ten die Ärzte nie her­aus­fin­den, was mit den Prin­zen und ihrem Beglei­ter pas­siert war. Neben der opti­schen Ver­än­de­rung ließ sich zunächst nur erken­nen, dass die vier extrem lang­sa­mer alter­ten als ihre Zeit­ge­nos­sen. Tat­sa­che ist: Damals schuf das Uni­ver­sum aus unbe­kann­ten Grün­den vier unechte Tama­rin, die sich ohne wei­te­res fort­pflan­zen konn­ten und auch sonst fast wie nor­male Men­schen leb­ten. Frei­lich traf diese Fest­stel­lung nicht auf ihren Nach­wuchs zu. Satyrs Kin­der – die Hohei­ten Sarin, Saty­rion und Sabine – die er mit Sabrina Keniatta, der gro­ßen Schwes­ter von Kom­man­deur Juno Keniatta hatte, Rios Spröss­linge – Richard und Jas­mina – sowie Jerums Nach­wuchs – Adalur und Albina – mutier­ten zu ech­ten Tama­rin und bil­den seit­her eine voll­kom­men neue Spe­zies. Nur Dulong blieb außen vor, weil er zeu­gungs­un­fä­hig war. Ori­gi­näre Tama­rin ver­fü­gen über enorme illu­mi­na­to­ri­sche Fähig­kei­ten. Im Grunde genom­men han­delt es sich dabei um eine gene­ti­sche Defor­ma­tion, wel­che diese Wesen dazu befä­higt, elek­tri­sche Ener­gie in ihrer reins­ten Form zu nut­zen – und das unmit­tel­bar auf ato­ma­rer Ebene. So wie Säu­ren hygro­sko­pisch sind, kön­nen Tama­rin Elek­tro­nen der Atome ihrer Umge­bung beein­flus­sen, auf die sie wie ein Magnet wir­ken. Die­sen per­ma­nen­ten Sog neh­men Men­schen bei­spiels­weise als unan­ge­neh­mes Käl­te­ge­fühl wahr, dass auch jeg­li­che Flüs­sig­keit bin­nen Sekun­den gefrie­ren lässt. Abge­se­hen von ihrem opti­schen Erschei­nungs­bild haben die ech­ten Tama­rin abso­lut nichts Mensch­li­ches mehr an sich. Diese Wesen sind ein Para­do­xon, denn sie exis­tie­ren schein­bar los­ge­löst von Zeit und Raum. Zwar ver­kör­pern sie reinste Ener­gie, wan­deln aber trotz­dem nicht als kör­per­lose Geis­ter umher. Oben­drein sind sie unver­wund­bar, quasi unsterb­lich und ver­mö­gen durch ihre illu­mi­na­to­ri­schen Kräfte – auch Tamarin-Feuer genannt – die Kon­sis­tenz ihrer Umge­bung zu beein­flus­sen. Die Phy­sio­gno­mie eines Tama­rin zeich­net sich durch unna­tür­lich weiße, gera­dezu anämi­sche Gesichts­züge aus. Dazu tra­gen diese Wesen stets einen Sicht­schutz, der ihre Augen kom­plett ver­deckt. Die­ser ist rot, blau oder pech­schwarz getönt und ver­kör­pert weit mehr, als ein rein modi­sches Acces­soire. Ohne ihn würde jeder sofort erken­nen, dass Tama­rin eigent­lich über kei­ner­lei Pupil­len im her­kömm­li­chen Sinn ver­fü­gen. Statt­des­sen wirkt es so, als ob in den Augen­höh­len unheim­lich glim­mende Leucht­di­oden sit­zen. Die­ser mit­un­ter gespens­tisch anmu­tende Anblick trug mit zum nega­ti­ven Image bei, wel­ches diese Licht­we­sen unter den Men­schen des Luna-Gürtels genie­ßen. Um nicht voll­ends als Dämo­nen ver­ab­scheut zu wer­den, ent­schie­den sich die kai­ser­li­chen Hohei­ten not­ge­drun­gen, ihre Augen­par­tie voll­stän­dig hin­ter einer getön­ten Sicht­blende zu verbergen.

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Munas

Die Munas rech­net man ana­to­misch zur Rasse der Trollieden1. Gemein­sam mit Core­lia­nern, Schwert­fi­schen und Drin­gos bil­den sie die „Hei­lige Sym­biose von Core­lian“. Aus­ge­wach­sen min­des­tens zwei Meter groß, von ihrer Sta­tur her breit und kräf­tig wie wan­delnde Klei­der­schränke, besit­zen Munas läng­li­che Köpfe mit extrem hohen Wan­gen­kno­chen und über­wie­gend oran­ge­far­be­nen Haa­ren, die wie Stroh wir­ken, das bis zur Schul­ter reicht. Teils ele­gant gestreckte, teils runde Knol­len­na­sen, sowie breite Mün­der, die stets ein sanft­mü­ti­ges Lächeln zei­gen, zie­ren ihre Gesich­ter. Dabei blei­ben die Augen dem Betrach­ter ver­bor­gen, da sie in tie­fen, zusam­men­ge­knif­fe­nen Augen­höh­len sit­zen, die oben­drein mit üppig wuchern­den Brauen zuge­wach­sen sind. Meist sind Munas mit Hem­den aus grü­nem Sack­lei­nen beklei­det, dass bis zu den Knien reicht. Genau wie Drin­gos und Core­lia­ner, wäre auch diese Spe­zies allein als Volk kaum über­le­bens­fä­hig. Andere – sprich aggres­si­vere Natio­nen – hät­ten sie längst unter­drückt und zu bil­li­gen Arbeits­skla­ven degra­diert. Doch würde das dem viel­schich­ti­gen Kön­nen der Munas nie­mals gerecht! Diese Wesen ver­kör­pern gute und aus­dau­ernde Hand­wer­ker – keine Grob­mo­to­ri­ker son­dern wahre Fili­gran­künst­ler, die hauch­feine Gewebe und wun­der­schöne Mosai­ken anfer­ti­gen kön­nen. Dies traut man ihnen ange­sichts der schau­fel­ar­ti­gen Hände auf den ers­ten Blick nicht unbe­dingt zu. Davon abge­se­hen gel­ten Munas als begna­dete Land­wirte, die in jeder Hin­sicht über den berühm­ten „grü­nen Dau­men“ ver­fü­gen. Hin­ge­gen sind sie geis­tig eher schlicht gestrickt, was aber kei­nes­falls mit Dumm­heit gleich­ge­setzt wer­den darf! Als her­vor­ste­chends­tes Merk­mal die­ser Spe­zies muss zudem ihre unglaub­li­che Gut­mü­tig­keit gel­ten. Nie kommt ein lau­ter Ton oder ein böses Wort über ihre Lip­pen. Gemüt­lich, ohne jeg­li­che Hast auf­kom­men zu las­sen, gehen die Munas ihren zahl­rei­chen Tätig­kei­ten nach. Nie­mand reibt diese dienst­ba­ren Geis­ter an. Es dau­ert eben so lange, wie es dau­ert. Ent­spre­chend gemäch­lich ent­fal­tet sich ihr Lebens­fluss, was die aus­ge­spro­chene Lang­le­big­keit die­ser Wesen begründet.

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Corelianer

Core­lia­ner sind anthro­po­ide Wesen. Wie die Cal­zu­nier, ent­stan­den auch sie aus mensch­li­cher DNA in Labo­ren der längst unter­ge­gan­ge­nen Devon-Zeit. Mar­kan­tes­tes Erken­nungs­merk­mal sind große Man­del­au­gen, sowie die betonte Nasen– Stirn­par­tie. Das ver­leiht ihnen sowohl leicht – aber nicht aus­schließ­lich – asia­ti­sches Aus­se­hen, als auch mit­un­ter strenge Gesichts­züge. Optisch wir­ken Core­lia­ner zier­li­cher gebaut wie Men­schen, doch wur­den sie gene­tisch dahin­ge­hend ver­än­dert, dass ihnen ihre Schöp­fer – die unheim­li­chen Devon – phan­tas­ti­sche Fähig­kei­ten ver­lie­hen. Zugleich bau­ten besagte Devon eine bio­me­tri­sche Siche­rung ein, die es unmög­lich macht, die über­le­gene DNA der Core­lia­ner auf kon­ven­tio­nelle Weise auf­zu­spal­ten und ander­wei­tig zu nut­zen. Dies hatte noch einen wei­te­ren Effekt: Die core­lia­ni­sche DNA wird stets domi­nant ver­erbt, selbst wenn ein Eltern­teil mensch­lich oder cal­zu­nisch sein sollte. Neben Kraft und Aus­dauer schei­nen im Ver­gleich zu nor­ma­len Men­schen bei den Core­lia­nern alle fünf Sinne um das ein­tau­send fache ver­bes­sert. Oben­drein sind diese Wesen dazu in der Lage, ihre Sin­nes­wahr­neh­mung gleich­sam zu „dim­men“. Wenn es erfor­der­lich ist, erwei­tern sie ihren Sin­nes­ra­dius oder fah­ren die­sen ent­spre­chend zurück, damit sie von der sonst per­ma­nent ein­set­zen­den Reiz­über­flu­tung nicht voll­ends ver­rückt gemacht wer­den. Zusätz­lich dazu besit­zen Core­lia­ner im wahrs­ten Sinn des Wor­tes noch einen „sechs­ten Sinn“. Die­ser wird Aurium genannt und bezeich­net eine beson­dere Region des Gehirns, wel­che bei ihnen ana­to­misch gese­hen hin­ter der Stirn­höhle ange­sie­delt ist. Das Aurium befä­higt die Core­lia­ner dazu, ihre Umwelt viel dif­fe­ren­zier­ter wahr­zu­neh­men, als es Men­schen mit ihrer Tech­nik jemals ver­mö­gen. Dazu gehört bei­spiels­weise, dass sie selbst die schwächs­ten elek­tri­schen Impulse spü­ren kön­nen. Ver­mut­lich des­halb wer­den die­sem Volk sogar rudi­men­täre tele­pa­thi­sche Fähig­kei­ten nach­ge­sagt. Das macht sie den Men­schen beson­ders unheim­lich, die in den Core­lia­nern stets gewalt­be­reite Krea­tu­ren sehen, denen man bes­ser aus dem Wege geht. Diese ana­to­mi­schen Beson­der­hei­ten haben jedoch ihren Preis: Im Unter­schied zu nor­ma­len Men­schen besit­zen Core­lia­ner nur unter­ent­wi­ckelte Phan­ta­sie, kön­nen nicht träu­men oder wei­nen – sprich ihre Gefühle aus­drü­cken. Außer­dem fehlt ihnen die Fähig­keit Lesen, Schrei­ben oder Rech­nen zu erler­nen. Trotz die­ses geis­ti­gen Man­kos wäre es ein gro­ber Feh­ler, Core­lia­ner als pri­mi­tiv oder unter­ent­wi­ckelt ein­zu­stu­fen, denn sie pfle­gen ein reges sozia­les Leben. Zu die­sen Errun­gen­schaf­ten zählt das „Con­far“ was so viel wie die „Große Zusam­men­kunft“ bedeu­tet. Es stellt quasi das ein­zige Fest der Core­lia­ner dar. Hier wer­den öffent­lich die  wich­ti­gen Rang­kämpfe nach exakt defi­nier­ten Regeln, die im berühm­ten Codex Core­lia­nis nie­der­ge­schrie­ben sind, aus­ge­tra­gen. Die Drin­gos über­wa­chen als neu­trale Schieds­rich­ter das Gesche­hen, was ver­hin­dern soll, dass es zu erns­ten oder gar töd­li­chen Aus­ein­an­der­set­zun­gen kommt, was der Codex Core­lia­nis aus­drück­lich ver­bie­tet! Dank die­ser extrem ein­sei­ti­gen Bega­bung sind Core­lia­ner nicht in der Lage, für sich selbst zu sor­gen oder gar ihre Kul­tur aus eige­ner Kraft wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Dies­be­züg­lich sind sie auf die Hilfe von Munas und Drin­gos ange­wie­sen, mit denen sie in der soge­nann­ten „Hei­li­gen Sym­biose von Core­lian“ fried­lich zusam­men­le­ben. Im Gegen­zug ver­tei­di­gen die Core­lia­ner besagte Gemein­schaft bedin­gungs­los gegen alle mög­li­chen Über­griffe. Die­ser extrem aus­ge­prägte „Beschüt­ze­r­in­stinkt“ ist bei den Core­lia­nern gene­tisch bedingt. Davon lei­tet sich ein wei­te­res Cha­rak­te­ris­ti­kum die­ser Rasse ab, näm­lich dass ihnen Leben in jeder Form hei­lig ist. Das gilt beson­ders für Wel­pen – sprich Kin­der – unge­ach­tet deren Her­kunft, die beson­ders behü­tet wer­den müssen.

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Calzunier

So wie die Core­lia­ner, stel­len auch die Cal­zu­nier anthro­po­ide Wesen dar, die aus pri­mi­ti­ver mensch­li­cher DNA in Labo­ren der längst unter­ge­gan­ge­nen Devon-Zeit ent­stan­den. Wäh­rend die Core­lia­ner ursprüng­lich als wil­len­lose bio­lo­gi­sche Kampf­ma­schi­nen kon­zi­piert wur­den, soll­ten die Cal­zu­nier quasi die recht­lose Arbei­ter­kaste des Devon-Imperiums bil­den. Mar­kan­tes­tes Erken­nungs­merk­mal die­ser Rasse ist die hell­blau getönte Haut, das – bei Män­nern – pech­schwarze, glatte Haar, sowie die gelb­lich getön­ten Pupil­len. Cal­zu­nier sind hoch­auf­ge­schos­sen, im Schnitt um die zwei Meter, dazu zeich­net sich ihr Kör­per­bau durch kom­pakte Mus­ku­la­tur aus, aber ohne grob­schläch­tig zu wir­ken. Klein­wüch­sig­keit kommt bei die­ser Spe­zies gene­tisch bedingt nie­mals vor. Das zusam­men ver­leiht den Cal­zu­ni­ern gera­dezu „goti­sche“ Gesichts­züge. Ihr äuße­res Erschei­nungs­bild ist – mehr noch als bei den Core­lia­nern – von unnah­ba­rer Strenge geprägt. Lachen oder wei­nen kön­nen diese Wesen nicht, deren frost­starre Emo­ti­ons­lo­sig­keit im Random-Universum sprich­wört­lich ist. Jene geis­tige Emp­fin­dungs­ar­mut machte es die­sen Geschöp­fen unmög­lich, sich mit ande­ren Völ­kern zu ver­bin­den – dies ist ein wei­te­rer wesent­li­cher Unter­schied zu den auch nicht gerade warm­her­zi­gen Core­lia­nern! Es ist zwar kei­nes­falls uto­pisch mit den Cal­zu­ni­ern in Kon­takt zu tre­ten, jedoch stellt der ver­schlos­sene Cha­rak­ter die­ser Lebe­we­sen eine wahre Her­aus­for­de­rung für jeden Voll­blut­di­plo­ma­ten dar! Dar­über hin­aus schweißte ihr ent­seel­tes Lebens­ge­fühl die Cal­zu­nier auf fast unna­tür­li­che Weise zusam­men. Einem Amei­sen­volk nicht unähn­lich, ver­schan­zen sie sich seit jeher in ihrem Qua­dran­ten. In der Lan­des­spra­che heißt die­ses Ter­ri­to­rium Cal­zun Dack – umgangs­sprach­lich Cal­zu­ni­sches Reich genannt. Umge­ben von einem Minen­feld gigan­ti­schen Aus­ma­ßes, stre­ben die Cal­zu­nier ein völ­lig aut­ar­kes Leben an. Ver­su­che die­ser Rasse, gewalt­sam zu expan­die­ren, schlu­gen meist fehl. In die­sem Zusam­men­hang sind haupt­säch­lich zwei epo­chale Kon­flikte her­vor­zu­he­ben: Zum einen der offene Schlag­ab­tausch mit der „Hei­li­gen Sym­biose von Core­lian“, in deren Ver­lauf es den Cal­zu­ni­ern immer­hin gelang, ein Teil der legen­dä­ren Rüs­tung des Krie­ger­kö­nigs Dan (sei­nen Helm) zu ent­wen­den. Zum ande­ren gab es auch meh­rere bewaff­nete Zusam­men­stöße mit der „Alli­anz der freien Pla­ne­ten“, die alle ver­lo­ren gin­gen und deren vor­läu­fi­gen Höhe­punkt die ver­hee­rende Nie­der­lage im Atomki-Atoll bil­dete. An die­ser legen­dä­ren Raum­schlacht nahm bei­spiels­weise auch Juno Keniat­tas Groß­va­ter als Kom­man­deur der Ster­nen­flotte teil. Das alles ist jedoch nichts gegen die gera­dezu fana­ti­sche Feind­schaft mit den Cor­den, die im benach­bar­ten McGregor-Land hau­sen. Begrün­det liegt die­ser uralte Hass zwi­schen Cal­zu­ni­ern und Cor­den in der Tat­sa­che, dass letz­tere mit Vor­liebe cal­zu­ni­sche Frauen und Mäd­chen raub­ten. Diese gel­ten auch unter Men­schen als sehr begehrt, weil sie dank lan­ger leuch­tend gel­ber Haare, gro­ßen kris­tal­le­nen Augen, samt­wei­cher Haut und per­fek­ten Kör­per­pro­por­tio­nen den Traum jeden halb­wegs poten­ten Man­nes dar­stel­len. So als ob das nicht schon magi­sche Anzie­hungs­kraft genug wäre, ver­lieh die Natur den Cal­zu­nie­rin­nen oben­drein auch noch ein beson­ders Hor­mon, wel­ches sie unter­schwel­lig ver­strö­men. Dadurch wird der männ­li­che Paa­rungs­trieb sti­mu­liert. Dies macht durch­aus Sinn, wenn man die Gefühls­kälte cal­zu­ni­scher Män­ner in Betracht zieht. Sonst würde diese Rasse sicher­lich frü­her oder spä­ter von ganz allein aus­ster­ben. „Nor­male“ männ­li­che Wesen – Mensch oder Corde – wer­den durch die Wir­kung die­ses Hor­mons jedoch bei­nahe um den Ver­stand gebracht … Von der Abwe­sen­heit jeg­li­cher Gefühls­re­gung mal ganz abge­se­hen, zeich­net sich der cal­zu­ni­sche Geist ledig­lich durch rudi­men­täre Krea­ti­vi­tät aus. Das Denk­ver­mö­gen die­ses Vol­kes ist zwar wei­ter ent­wi­ckelt als bei den Core­lia­nern, reicht den­noch längst nicht an das eines gewöhn­li­chen Men­schen heran. Des­halb sind die Cal­zu­nier auf Tech­no­lo­gie­im­port ange­wie­sen, wenn sie nicht voll­ends ins Hin­ter­tref­fen gera­ten wol­len. Die­ser Schi­zo­phrene Umstand erfor­dert einen Spa­gat, der nicht immer leicht zu bewerk­stel­li­gen ist …

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Dringos

Die Drin­gos gehö­ren zur Rasse der Caniden – wis­sen­schaft­lich als Canis core­lia­nis bezeich­net. Sie stam­men von hun­de­ähn­li­chen Vier­bei­nern ab und erin­nern von ihrem Aus­se­hen her an einen Labra­dor mit hell­brau­nem Fell. Gemein­sam mit Core­lia­nern, Schwert­fi­schen und Munas bil­den die Drin­gos die „Hei­lige Sym­biose von Core­lian“. Beklei­det sind Drin­gos für gewöhn­lich mit unter­schied­lich gefärb­ten Leib­chen. Daran lässt sich rein optisch weni­ger die gesell­schaft­li­che Stel­lung eines Vier­bei­ners, als deren momen­tane Tätig­keits­be­rei­che able­sen. Da Drin­gos im wahrs­ten Sinn des Wor­tes „Caniden“ sind, kön­nen sie nicht spre­chen, son­dern nur heu­lende Laute in ver­schie­de­nen Ton­la­gen her­vor­brin­gen. Diese mit­un­ter gesangs­ar­tige Dar­bie­tung kann von betö­ren­der Ein­dring­lich­keit sein und ist für mensch­li­che Wesen ohne Hilfs­mit­tel nicht zu ver­ste­hen. Gleich­wohl ist es für die übri­gen Mit­glie­der der „Hei­li­gen Sym­biose von Core­lian“ schon zweck­mä­ßig zu erfah­ren, was ein Dringo gerade von sich gibt. Dazu benö­tigt man logi­scher­weise einen Über­set­zer. Eine sol­che Appa­ra­tur stellt kein Wun­der­werk der Tech­nik, wie sie bei­spiels­weise die Impe­ros ver­kör­pern, dar. Viel­mehr han­delt es sich um die natür­lich vor­kom­mende soge­nannte „Nigar-Muschel“. Diese ist lila gefärbt. Es gibt sie in ver­schie­de­nen For­ma­ten: von faust­groß bis über­di­men­sio­nal. Wäh­rend die hand­li­chen Exem­plare bequem ans Ohr gehal­ten wer­den kön­nen, besit­zen die größ­ten Stü­cke die Aus­maße eines Wand­schranks. Letz­tere die­nen gewis­ser­ma­ßen als Laut­spre­cher und wer­den zur Mas­sen­kom­mu­ni­ka­tion, bei­spiels­weise wäh­rend eines Confar1 ein­ge­setzt. Dringo-Hunde sind – ana­to­misch bedingt durch ihre Pfo­ten – weder begna­dete Hand­wer­ker, noch son­der­lich wehr­haft. Ihr schar­fes Gebiss hilft gegen Laser­waf­fen kaum wei­ter. Was diese Spe­zies so inter­es­sant macht, ist ihre über­durch­schnitt­li­che Intel­li­genz. Diese wurde teils im Lauf der Evo­lu­tion erwor­ben, teils durch strah­lungs­be­dingte Muta­tio­nen her­vor­ge­ru­fen. Daher gel­ten Drin­gos weit­hin als schlau, gera­dezu geris­sen. Sie sind her­vor­ra­gende Ver­wal­ter. Um die „Hei­lige Sym­biose von Core­lian“ zu ver­sor­gen, trei­ben die Drin­gos Han­del mit fast allen Natio­nen. Dabei sind die Vier­bei­ner als kor­rekte aber auch sture Ver­hand­lungs­part­ner geschätzt und gefürch­tet. Bei­spiels­weise feil­schen diese wahr­haft har­ten Hunde, dass sich die Bal­ken bie­gen! Auch vom Geld­ma­chen an sich ver­steht diese Spe­zies weit mehr, als manch mensch­li­cher „Wirt­schafts­ka­pi­tän“ oder „Anla­ge­be­ra­ter“. Schon in der Ver­gan­gen­heit weckte die­ses beson­dere Talent natür­lich Neid, Miss­gunst und man­cher­lei Begehr­lich­keit unter den Nach­bar­völ­kern. Ohne den adäqua­ten Schutz durch die Core­lia­ner, wären die Drin­gos hoff­nungs­los ver­lo­ren. Oben­drein hüten diese Vier­bei­ner seit Gene­ra­tio­nen ein archai­sches Wis­sen, des­sen urtüm­li­che Wur­zeln bis in die fins­tere Devon-Epoche zurück­rei­chen. Dies mit Bedacht anzu­wen­den, ist ihr obers­tes Ziel. Dar­über wacht das „Kon­zil der Drin­gos“, dem der Magnus Lupus als wei­ses­ter Vier­bei­ner vor­steht. Sei­nem Gebot beu­gen sich alle Mit­glie­der der „Hei­li­gen Sym­biose von Core­lian“ – selbst die unge­mein stolz wir­ken­den core­lia­ni­schen Krie­ger­prin­zen! Kurz gesagt, ver­traut jedes Mit­glied der Gemein­schaft unbe­irrt auf Klug­heit und Scharf­sinn der Drin­gos, was denen eine enorme Ver­ant­wor­tung in die Pfo­ten legt …

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Imperos

All­ge­mein gebräuch­li­che Bezeich­nung für die elektro-mechanischen Ein­hei­ten Ran­doms. Man unter­schei­det Impe­ros höhe­rer Ord­nung sowie Impe­ros nie­de­rer Ord­nung. Dane­ben gibt es noch die sta­tio­nä­ren ZI …

A)Imperos höhe­rer Ordnung:

Als sol­che wer­den in ers­ter Linie die „Caniden-Imperos“ bezeich­net. Diese bil­den inner­halb des mecha­ni­schen Staats­ge­fü­ges von Ran­dom die eigent­li­chen Ent­schei­dungs­trä­ger. Sie ziert ein Umhang auf dem Rücken, des­sen acht­eckige Schnal­len an der Schul­ter zugleich das jewei­lige Rang­ab­zei­chen wie­der­spie­geln. Vorn ist ihr Ober­kör­per durch einen metal­lisch schim­mern­den Brust­pan­zer geschützt, über den quer eine bogen­för­mige Pla­tine ver­läuft. Besag­ter Har­nisch ist bei Dienst­gra­den vom Kom­tur (Admi­ral) an auf­wärts gol­den gefärbt. Ihr Kopf ähnelt stark alt­ägyp­ti­schen Dar­stel­lun­gen des Got­tes Anu­bis. D. h. ein Scha­kal mit spitz auf­ge­rich­te­ten Ohren. Das Haupt eines Caniden ist ent­we­der sil­ber­grau oder bei Ange­hö­ri­gen der kai­ser­li­chen Sicura schwarz gefärbt. Die Augen sind schlitz­för­mig schräg nach hin­ten gestellt. Sie leuch­ten je nach Reichs­kom­tur ent­we­der blau, rot, gelb, grün, oder grau. Unter­halb der spitz vor­ste­hen­den Schnauze befin­det sich das läng­li­che Sprachmodul.

B)Imperos nie­de­rer Ordnung:

Dazu zäh­len „Wäch­ter“ und „Voll­au­to­ma­ten“. Im Unter­schied zu den Caniden-Imperos ist ihr Design eher schlicht und funk­tio­nell gehal­ten. Die „Voll­au­to­ma­ten“ ver­kör­pern unter den Impe­ros die Arbei­ter­klasse. Sie sind ein­zig zum ver­rich­ten kör­per­li­cher Tätig­kei­ten geschaf­fen und wir­ken ent­spre­chend kräf­tig. Von der Sta­tur her ähneln die Maschi­nen Men­schen, tra­gen schwarze Stie­fel, einen grauen, durch­ge­hen­den, gum­mier­ten Anzug, an des­sen Schul­tern ver­schie­dene Embleme ange­bracht sind, sowie Hand­schuhe. Quer über die Brust ver­läuft auch bei ihnen bogen­för­mig eine Pla­tine mit acht ver­schie­de­nen Leucht­an­zei­gen. Der Kopf wird von einer Art Haube voll­kom­men umschlos­sen, die wie ein mit­tel­al­ter­li­cher Rit­ter­helm aus­sieht. Das Gesicht ist eben. Es erscheint so, als ob der Andro­ide eine stäh­lerne Maske trägt. Spre­chen kön­nen diese Ein­hei­ten nicht, da Mund und Nase feh­len. In Augen­höhe zieht sich eine durch­ge­hende Pla­tine über das Gesicht. Sie schim­mert grün­lich, wodurch Voll­au­to­ma­ten in der Dun­kel­heit gut zu loka­li­sie­ren sind. Hin­ge­gen sind die „Wäch­ter“ aus­schließ­lich als bewaff­nete Sicher­heits­trup­pen im Ein­satz. Sie sehen im Gesicht genau wie die „Voll­au­to­ma­ten“ aus. Nur ihr Helm ähnelt noch mehr dem einer Rit­ter­rüs­tung und sie sind natür­lich bewaff­net. Am Gür­tel ist links ein kur­zes Schwert befes­tigt, das auch als Knüp­pel ver­wen­det wer­den kann. Rechts erkennt man die Hal­te­rung für die etwa unter­arm­lange Laser­waffe. Einen Umhang tra­gen diese Maschi­nen nicht. Die Farbe ihrer Uni­form hängt davon ab, zu wel­cher Reichs­kom­tur sie gehören:

Kai­ser­li­che Marine = Dun­kel­rot, die Embleme an den Schul­tern sind in Sil­ber ein­ge­legt und zei­gen das ent­spre­chende Wappen.

Kai­ser­li­che Sicura = Pech­schwarz, die Embleme an den Schul­tern sind in Rot ein­ge­legt und zei­gen das ent­spre­chende Wappen.

Kai­ser­li­che Arion = Dun­kel­blau, die Embleme an den Schul­tern sind in Gold ein­ge­legt und zei­gen das ent­spre­chende Wappen.

C)Stationäre ZI:

Diese Abkür­zung steht für Zen­tra­les Inter­face. Gemeint ist die maß­geb­li­che Steu­er­ein­heit einer Insti­tu­tion des impe­ria­len Ran­dom der Tamarin-Zeit (Schiff oder Gebäude). Mit Hilfe die­ser Ein­rich­tung inter­agiert der jewei­lige Com­pu­ter mit mensch­li­chen Wesen. Ein ZI mani­fes­tiert sich gemäß kai­ser­li­chem Prio­ri­täts­be­fehl S 55/A als Holo­gramm in der ori­gi­nal­ge­treuen Abbil­dung der impe­ria­len Infan­tin Rubina von Raben­stolz (zehn­jäh­ri­ges Mäd­chen) zwi­schen zwei acht­ecki­gen Pro­jek­to­ren. Auch bei den ZI vari­iert die Farb­ge­bung, je nach­dem wel­cher Kom­tur das jewei­lige Sys­tem zuge­ord­net ist. Prin­zi­pi­ell besitzt ein ZI die­sel­ben Spe­zi­fi­ka­tio­nen, wie ein „Impero höhe­rer Ord­nung“. Was seine Per­sön­lich­keit angeht, ist es jedoch im Ver­gleich dazu noch unter­ent­wi­ckel­ter und daher for­mell den kom­man­die­ren­den Caniden-Imperos unterstellt.

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Krakonianer

Die Kra­ko­nia­ner sind Kopf­fü­ßer. Wie der Name schon sagt, sind diese Wesen einem Okto­pus durch­aus ver­gleich­bar. Tat­säch­lich stel­len sie vom Stand­punkt der Evo­lu­tion aus betrach­tet, die am höchs­ten ent­wi­ckel­ten Ver­tre­ter der Gat­tung „Octo­pus vul­ga­ris“ dar. Ihre Klug­heit ist über­durch­schnitt­lich, gera­dezu genial. Dar­über hin­aus zeich­nen sich die Kör­per der Kra­ko­nia­ner durch einen gro­ßen Kopf, acht Arme mit den obli­ga­to­ri­schen Saug­näp­fen sowie wei­che Kon­sis­tenz aus. So wie Men­schen nur in einer Sau­er­stoff­at­mo­sphäre exis­tie­ren kön­nen, bedür­fen Kra­ko­nia­ner einer ent­spre­chen­den Salz­was­ser­lö­sung zum über­le­ben. Ihre Welt ist denn auch ein ein­zi­ger Ozean. Die Schiffe der Kra­ko­nia­ner sind voll­stän­dig geflu­tet, glei­ten die Kopf­fü­ßer ele­gant und nahezu schwe­re­los durch lau­warme Flu­ten. Wel­ten, die über andere Umwelt­be­din­gun­gen ver­fü­gen, kön­nen diese Wesen nur in einer spe­zi­el­len Umhül­lung auf­su­chen – so wie Men­schen Raum­an­züge nut­zen. Diese wer­den durch einen Gra­vi­ta­ti­ons­an­trieb gesteu­ert, wodurch sich die Kal­mare über dem Boden schwe­bend fort­be­we­gen kön­nen. So ver­letz­lich diese Spe­zies auch ist, so begabt und erfolg­reich betrei­ben sie Han­del. Unter der Dach­or­ga­ni­sa­tion der „Krakon-Handelsgilde“ wer­den wirt­schaft­li­che Bezie­hun­gen zu allen bekann­ten Natio­nen des Random-Universums unter­hal­ten. Bei Ihren Han­dels­part­nern genie­ßen die Kra­ko­nia­ner all­ge­mein sehr hohes Anse­hen wegen ihrer Red­lich­keit und Zuver­läs­sig­keit. Darin kön­nen sie sozu­sa­gen mit den Drin­gos auf Augen­höhe agie­ren. Im Unter­schied zu den Vier­bei­nern ste­hen die Kopf­fü­ßer aber nicht unter dem Schutz einer über­le­ge­nen Macht, wie sie die Core­lia­ner ver­kör­pern. Lei­der ruft wirt­schaft­li­cher Erfolg meist auch Nei­der auf den Plan, wes­halb die Kra­ko­nia­ner einen schwe­ren Stand haben. Da ihnen zugleich die Sanft­mut der Munas völ­lig abgeht, wol­len sie ver­ständ­li­cher­weise nicht kampf­los um die Früchte ihrer Arbeit betro­gen wer­den! Ange­sichts ihrer rela­ti­ven Wehr­lo­sig­keit sind die Kopf­fü­ßer aber gezwun­gen, sich den Frie­den not­ge­drun­gen teuer zu erkau­fen. Dies geschieht bei­spiels­weise dadurch, dass sie bewaff­nete Söld­ner zu ihrem Schutz anheu­ern oder cor­di­sche Clan­chefs beste­chen. Die Ter­ri­to­rien der Krakon-Handelsgilde selbst lie­gen zum Glück stra­te­gisch güns­tig im Drei­eck zwi­schen Alex­an­dri­ni­schem Ster­nen­bund und Corelian-Sektor ver­steckt, was gewis­sen Schutz vor räu­be­ri­schen Über­fäl­len bie­tet. Auch der Raum der Alli­anz der freien Pla­ne­ten oder das Grenz­ge­biet zum Tamarin-Imperium kann unbe­hel­ligt durch­quert wer­den. Außer­halb die­ser gesi­cher­ten Areale sehen sich die Han­dels­schiffe der Kra­ko­nia­ner jedoch häu­fig feind­se­li­gen Über­grif­fen aus­ge­setzt. Vom Aus­se­hen her ver­kör­pern jene Raum­fahr­zeuge, wel­che Sepium genannt wer­den, einen über­di­men­sio­na­len Tin­ten­fisch. Die Brü­cke befin­det sich sinn­ge­mäß in der Stirn­höhle zwi­schen den gro­ßen mil­chi­gen Augen, die acht Arme las­sen sich kranz­för­mig auf­rich­ten. Dazwi­schen spannt sich ein spe­zi­el­les Son­nen­se­gel, wel­ches dem Gefährt seine Antriebs­en­er­gie lie­fert. Trotz aus­rei­chen­der Bewaff­nung ihrer Raum­fahr­zeuge brach­ten die Kra­ko­nia­ner bis­lang lei­der keine gro­ßen Kämp­fer oder Stra­te­gen her­vor. Nur logisch, dass sie sich einem bewaff­ne­ten Kon­flikt in der Regel durch schnelle Flucht zu ent­zie­hen suchen. Ein Hoch­leis­tungs­an­trieb, der im Zen­trum unter­halb des Kop­fes zwi­schen den acht Armen ange­sie­delt ist, hilft ihnen dabei. Zusätz­lich kann eine Sili­kon­wolke aus­ge­sto­ßen wer­den, wel­che im güns­tigs­ten Fall die Sen­so­ren der Feind­schiffe lahm­legt bzw. blendet.

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